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Raildriver Cab ControllerDieses Steuergerät funktioniert nicht unter Windows Vista und es ist nicht einsetzbar mit dem Kuju Rail Simulator. Ende 2002 ist von der amerikanischen Firma P.I. Engineering der Raildriver Cab Controller auf den Markt gekommen. Dieses speziell für den Train Simulator entwickelte Steuerpult soll das Fahrvergnügen nochmals deutlich erhöhen. Wir haben dieses Steuerpult im Vertrieb und damit sich der geneigte Train-Simmer etwas mehr darunter vorstellen kann, haben wir hier einen Testbericht aus eigener Erfahrung hingestellt.
(Testbericht von Ernst Tollknaepper) Nachdem im Herbst 2002 der Raildriver Cab Controller angekündigt wurde, hat die ganze TrainSim-Fangemeinde (inklusive meiner Wenigkeit) sehnsüchtig auf die erste Lieferung gewartet. Diese ist nun gestern eingetroffen. Natürlich habe ich das Teil sofort ausgepackt und ausgiebig getestet. Vorweg ein Wort zu meiner Unparteilichkeit. Es stimmt, dass wir den Cab Controller vertreiben. Aber wir haben den Vertrieb von der Qualität und der Funktionstüchtigkeit dieses nicht gerade billigen Gerätes abhängig gemacht. Dieser Test ist also nicht so sehr Werbemaßnahme sondern die Ansicht eines süchtigen Train-Sim Fans. Installation Das Gerät kommt in einem stabilen 50x24x20 cm großen Karton. Geziert wird der Karton von einem attraktiven Produktaufkleber mit der Angabe der Funktionalitäten. Der Inhalt besteht aus dem Controller selber und dem Netzteil sowie einer Folie mit den Beschriftungsaufklebern. Ein mehrsprachiges Handbuch ist ebenfalls enthalten sowie eine CD mit allen notwendigen Dateien. Die Folie mit den Beschriftungen ist natürlich in englisch. Zu den 24 Funktionstasten ist ebenfalls ein zweisprachige Beschriftungsleiste im Handbuch zum ausschneiden vorhanden.
Das Handbuch besteht aus fünf Seiten für jede Sprache und enthält eigentlich alles, was man zur Installation benötigt. Der Treiber liegt ebenfalls mehrsprachig vor. WICHTIG. Zuerst, bevor das Gerät angeschlossen wird, muss der Treiber installiert werden. Man sollte sich auf jeden Fall das Symbol auf dem Desktop installieren lassen, da ab jetzt der TS nur noch über dieses Symbol gestartet wird. Dann erst wird der Controller an einer USB-Schnittstelle angeschlossen. Es muss übrigens eine direkte Schnittstelle sein. Der Anschluss an einem externen Hub funktioniert nicht. Außerdem wird das Audiokabel am Kopfhöreranschluss der Soundkarte angeschlossen. Wer möchte, kann dann seine Lautsprecher an dem Controller anschließen. Ich empfehle aber, einen Y-Stecker an der Soundkarte zu verwenden. So kann man Lautstärke und Controller getrennt steuern. Praxis
Der Controller selber hat eine Größe von 33x12x19 cm (BxHxT). Er ist erstaunlich schwer. Die Bodenplatte ist aus Metall und steht mit Gummifüßen auf der Tischplatte. Und da steht er dann, fast unverrückbar. Das macht schon einmal einen sehr guten Eindruck. Das Gehäuse ist in Anthrazit gehalten. Zwar ist es aus Plastik, macht aber einen sehr stabilen Eindruck. Auch ein erstes Anfassen der Hebel und Schalter gibt ein sehr positives Feedback. Die Aufkleber sind schnell angebracht (Bei Licht und Scheibenwischer hilft ein kleiner Schnitt in die Folie, um den Aufkleber um den Schalter zu legen). Die Funktionstastenbeschriftung lässt sich ebenfalls sehr leicht anbringen, da die Abdeckung der Tasten abnehmbar ist. Nun aber mal zur Praxis. Wie schon erwähnt wird der TS jetzt über dieses neue Symbol des Raildrivers gestartet. Es kommt ein Auswahl-Bildschirm, in dem man festlegen muss, welche Lokomotive man fahren möchte. Da werde ich dann zum ersten Mal stutzig. Es sind alle Loks des TS 1.0 aufgelistet. Aber ich wollte natürlich unsere GR-Loks fahren. Ich habe es mal mit der Definition der DASH 9 probiert, um dann unsere 217 zu fahren. So ganz funktionierte das nicht. Da müssen wir wohl eigene Definitionen erstellen. Nachdem ich mir das System angeschaut hatte, war klar, dass wir in kürzester Zeit diese Definitionen nachliefern können. Nach einer Woche sollten alle GR-Loks mit dem Raildriver funktionieren. Als Erstes habe ich mal die Baureihe 140 aus GR 2 angepasst. Das war schnell erledigt. Es geht dabei nur darum, dass die Funktionen des Modells mit dem Controller abgeglichen werden. Nun aber eine Aufgabe gestartet und los geht es. Nun ja, erstmal geht Nichts los. Denn der Controller ist standardmäßig NICHT aktiv. Das hat den Hintergrund, dass einige Aufgaben ja nicht mit einem stehenden Fahrzeug beginnen, sondern mit einem Fahrenden. Und somit kann man zuerst die Regler in eine Position bringen, die der Aufgabe in etwa entsprechen. Die Tastatur und Maus funktionieren übrigens immer, auch während des Betriebes (was unnötig ist, wie Sie noch sehen werden). Mit der Funktionstaste unten links wird der Controller gestartet (ich gehe hier immer von der Standardbelegung aus. Es kann aber alles umdefiniert werden). Dann passiert Folgendes: Das HUD schaltet sich ein (Taste F5) Tatsächlich, es vibriert. Man hat nämlich sehr clever den Sound umgeleitet in eine Elektronik, die diese Vibrationen steuert. Es ist quasi ein Force Feedback. Und das mit erstaunlicher Wirkung. Bei unseren Schienensounds, die der Jan erstellt hat, kommen sogar die Weichenschläge im Controller an. Ein Diesel hat schon richtige Vibrationen und eine E-Lok natürlich nur gedämpfte. Aber der Effekt ist eine nette Sache.
Das HUD benötigt der Controller zum Auslesen der Geschwindigkeit. Dies funktioniert sehr präzise und mit nur sehr geringer Verzögerung. Dieses HUD muss immer an sein. Man kann es auch nicht abschalten. Der Treiber schaltet es sofort wieder an. Aber nach sehr kurzer Zeit sieht man es selber nicht mehr. Es stört zumindest bei höheren Auflösungen kaum. Nun geht es los. Richtungsschalter auf FORWARD und THROTTLE nach hinten gezogen, und schon heult der Motor auf. Ach ja, Bremse sollte man natürlich auch lösen. Da kommt dann der Vorteil zum Tragen, dass er die Stellung des Controllers zuerst an die Lok sendet. Nicht die Anfangsstellung der Elemente in der Aufgabe sind entscheidend sondern die Stellung der Elemente am Controller. Und nun kommt eine neue Erfahrung des Train Simulators. Unabhängig von Tastatur und Maus steuert man den gesamten TS nur mit dem Pult. Die 24 Funktionstasten sind alle belegt und jede Funktion im TS hat ihre Entsprechung auf dem Controller. Inklusive solcher Tasten wie EINGABE (für Personenstopps), TAB oder auch das Bestätigen von Mitteilungsfensters durch OK. Alles bedarf nur eines Tastendrucks. Alle Funktionstasten, alle Kameras und alle Zugfunktionen sind vorhanden. Ich habe während der Tests nicht ein einiges Mal die Tastatur benötigt. Sogar ESC für Pause ist vorhanden. Selbst das Fahren mit SiFa macht plötzlich richtig Spaß. Kritik Leider benötigt der Controller etwas Rechenzeit. Aber die Frames sollten sich nicht mehr als 1-2 Frames verschlechtern. Es ist auch etwas unglücklich, dass der Lautstärkeregler im Controller gleichzeitig Lautstärke und Vibration steuert. Der Lautsprecher ist, milde gesagt, nicht so toll. Da höre ich die Loks lieber in Dolby Surround. Aber wenn ich den Quäker leiser stelle, dann verschwindet auch die (durchaus angenehme) Vibration. Mal sehen, wer als Erstes sein Gerät aufschraubt und den Lautsprecher lahm legt (Vorsicht, Garantie erlischt). Fazit Das sind dann aber auch alle Kritikpunkte, die ich habe. Nach mehreren Stunden Fahren mit Controller kann ich mir persönlich nichts Anderes mehr vorstellen. Auch wenn es sehr amerikanisch ist, so ist es doch um Längen besser als jede Tastatur- oder Maussteuerung. Aufgrund der Verarbeitungsqualität ist der Preis absolut gerechtfertigt. Ich kann diesen Raildriver Cab Controller jedem TrainSim Fan nur empfehlen. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber. Der Preis liegt bei 209,95 Euro (plus 10 Euro Versandkosten innerhalb Deutschlands bei Vorrauszahlung oder 15 Euro bei Nachnahme, das Teil wiegt immerhin 5 Kg). Die Lieferzeit beträgt normalerweise 1-2 Wochen. Unsere Add-Ons sind übrigens generell mit den Anpassungen für den Raildriver ausgestattet. Sie können den Raildriver Cab Controller direkt bei uns im Shop bestellen. Testsystem: Weitere Informationen finden Sie auf der Hersteller-Webseite: http://www.raildriver.com
(in englisch)
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